7 Eigenheime Hermann-Holtmann-Straße
84 Mietwohnungen Weitere Informationen zeitnah hier!

DAS PROJEKT

Im attraktiven Mülheimer Stadtteil Dümpten entstehen zwischen 2018 und 2020 sieben Eigenheime mit Wohnflächen von ca. 132 m² sowie sechs Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 84 Mietwohnungen zwischen 49 und 97 m². Die einzigartige Lage und modernste Ausstattung bieten maximalen Wohnkomfort zu fairen Preisen. Erleben Sie Wohlfühlatmosphäre und zukunftsorientierte Energieeffizienz auf höchstem Niveau und genießen Sie erholsame Stunden in modernen Neubauten.

Das Quartier an der Hermann-Holtmann-Straße/Oberheidstraße bietet ein optimales Umfeld mit gewachsenen Bewohnerstrukturen. So ist das Wohnkonzept nachhaltig angelegt und bietet auch älteren Bewohnern bestmögliche Gegebenheiten für ein langes, selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden. Darüber hinaus errichten wir eine Tiefgaragen-Anlage mit 42 Plätzen sowie Ladestationen für E-Bikes.

Dümpten23 ist Teil eines größeren SWB-Quartiers mit insgesamt rd. 400 Wohnungen. Neben zahlreichen Objekten an der Frintroper Straße umfasst es einen im Süden 

angrenzenden Bereich, umschlossen von Heidkamp, Mühlen-, Jörgel- und Oberheidstraße. Hier haben wir bereits seit 2002 kontinuierlich investiert: in umfangreiche energetische Modernisierungen und Baderneuerungen. Auf diese Weise wurden nicht nur ökologisch große Fortschritte erzielt; zugleich konnten Angebotslücken für Zielgruppen wie z.B. Familien mit Kindern zumindest verkleinert und ein Beitrag zur Aufwertung des Stadtbildes geleistet werden. Auch an der Frintroper Straße hat die SWB in den vergangenen Jahren investiert; so entstanden dort in mehreren Gebäuden aus vier Wohneinheiten jeweils eine Maisonette-Wohnung mit Haus-im-Haus-Charakter und zwei Etagenwohnungen.

 

LAGEBESCHREIBUNG

Die Stadt Mülheim an der Ruhr gilt, zwischen den Ruhrgebietsstädten Essen und Duisburg und der Rheinmetropole Düsseldorf gelegen, als attraktiver Wohnstandort. Die Stadt am Fluss ist dabei mit rund 170.000 Einwohnern und zahlreichen Parks und Grünflächen ein beliebtes Ausflugsziel. Mit dem PKW gelangen Sie nach nur knapp 15 Minuten in die Stadtzentren der Nachbarstädte Essen und Oberhausen und auch die Entfernung zur Landeshauptstadt Düsseldorf beträgt nur ca. 30 Minuten. Die Autobahnzu- und abfahrt liegt nur knapp 2 km vom Quartier entfernt.

Das Quartier befindet sich in einer ruhigen Lage des Stadtteils Dümpten, aber denn-

noch nur wenige Meter entfernt von Lebensmittelmärkten, Apotheken und Ärzten. Schulen und Kindergärten sind ebenfalls in unmittelbarer Umgebung vorhanden. Für erholsame Spaziergänge eignet sich der nahegelegene Park Wittkamp, der auch für die Kleinsten Flächen zum Spielen und Toben bietet. In östlicher Richtung liegt außerdem das Naherholungsgebiet Hexbachtal, das zum Entspannen einlädt. Sportvereine in unmittelbarer Entfernung sorgen für regelmäßige Bewegungsmöglichkeiten. So reichen die Angebote von Leichtathletik über Tennis bis Fußball. Auch an den öffentlichen Nahverkehr sind Sie bestens angeschlossen; so sind sowohl eine Bus- als auch eine Straßenbahnhaltestelle fußläufig erreichbar.

FOTOS

BAUHERR

Als zuverlässiger Partner der Stadt Mülheim an der Ruhr unterstützen wir seit über 65 Jahren innovative Wohnprojekte und sind daher ein kompetenter Ansprechpartner in allen Bereichen der Wohnungswirtschaft. Mit rund 8.400 Wohnungen erfüllen wir die Wünsche nach attraktivem Wohnraum und fairen Preisen und bieten für jeden das passende Zuhause – ob für Familien oder Singles, junge Leute oder Senioren. 

Wir setzen auch in Zukunft auf ganzheitliche Quartiersentwicklungen mit dem Ziel, generationengerechtes und zukunftsfähiges Wohnen anzubieten. Dabei sollen Wohnquartiere sozial stabil und Wohnraum für vielfältige Nutzergruppen lebenswert und bezahlbar sein. Wir sind das Wohnungsunternehmen der Stadt Mülheim an der Ruhr und werden Ihnen als Bauherr den bestmöglichen Service bieten.

AKTUELLES

SWB baut mit „Dümpten23“ weitere 91 Wohneinheiten, darunter sieben Eigenheime. Ein Großteil der Mietwohnungen ist preisgebunden.
 
Die SWB setzt ihren Kurs der Investition in Neubauten fort. 84 Mietwohnungen und sieben Eigenheime lässt die Wohnungsbaugesellschaft an der Hermann-Holtmann-Straße/Oberheidstraße in Dümpten bauen. Den Grundstein hat SWB-Aufsichtsratsvorsitzender Heiko Hendriks unter Beteiligung von OB Scholten und NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach am Dienstag gelegt. „Hier soll generationsübergreifender, zukunftsgerechter und bezahlbarer Wohnraum entstehen“, erläutert SWB-Geschäftsführer Andreas Timmer-kamp das Projekt.
 
Das neue Quartier wird bis zum Sommer 2020 auf 6400 Quadratmetern – das entspricht fast einem Fußballfeld – entstehen. Der erste Entwurf sah noch 77 Mietwohnungen vor. „Das Vorhaben ist einzigartig in der Geschichte des SWB“, sagt der SWB-Geschäftsführer. Rund 60 dieser Wohnungen sind preisgebunden. „49 Wohnungen kosten 5,50 Euro pro Quadratmeter, weitere elf Einheiten kosten 6,30 Euro pro Quadratmeter“, erläutert SWB-Sprecher Andreas Jenk. Drei rollstuhlgerechte Wohnungen – jeweils rund 64 Quadratmeter groß – können bei Vorlage eines Wohnberechtigungsscheins angemietet werden.
 
Des Weiteren werden sieben Reihenhäuser mit Wohnflächen von ca. 132 qm zum Kauf entstehen. Dabei können Käufer die Raumverteilung mitgestalten. Die Warteliste für die Eigenheime umfasst derzeit 173 Interessenten. „Eine notarielle Verlosung wird es wahrscheinlich im März nächsten Jahres geben“, sagt Timmerkamp. Der Preis stehe noch nicht fest, weitere Bewerber können sich noch melden. Auch für die Wohnungen gibt es bereits Interessenten.
 
 
24 Millionen Euro investiert die SWB in „Dümpten23“. Davon kommen 9,5 Millionen als Baudarlehen vom Land NRW. „Die SWB schafft bezahlbaren Wohnraum und wird das Wohlgefühl im Quartier stärken“, sagt Bauministerin Scharrenbach.
 
Bewohner von „Dümpten23“ sollen eine hohe Wohnqualität erfahren. Dafür soll der „Belegungsmix“ sorgen. Senioren, Familien mit Kindern, Alleinstehende und Menschen unterschiedlicher Herkunft sollen im neuen Quartier ein Zuhause finden. Vorher sei die Mietstruktur weitestgehend homogen gewesen. Die SWB will „ein lebenswertes, buntes Wohnviertel schaffen“, sagt Geschäftsführer Timmerkamp.
 
Geplant ist ein Quartierstreff, den alle Bewohner für eigene Initiativen und Veranstaltungen nutzen können. Die SWB sieht auch Ladestationen für Elektroautos und E-Bikes vor, ebenso ein Car-Sharing-Angebot. Dafür hat die SWB einen Kooperationspartner gewonnen, den sie vorerst nicht benennen will. Ein Blockheizkraftwerk erzeugt die Energie fürs Quartier. „Das ist die energetisch optimale Lösung“, erläutert Timmerkamp. Das führe zu einem geringeren Wärmeverbrauch im Vergleich zu anderen Optionen. OB Scholten sieht „Dümpten23“ als Impulsgeber für den Stadtteil.
 
Ein Großteil der ehemaligen Mieter ist in andere SWB-Gebäude umgezogen. Diese will die SWB möglichst bei der Wahl neuer Mieter berücksichtigen, aber entscheidend sei, dass weiterhin ein Mix an Menschen verschiedenen Alters und sozialer Herkunft gegeben sei. „Dümpten23“ ist das zweite Neubauprojekt, welches die SWB seit 2017 durchführt. Mit dem „Dümpschen Karree“ baute die Wohnbaugesellschaft seit vergangenem Jahr bereits 25 Mietwohnungen und 10 Eigenheime an der Schaaphaus­straße/Oberheidstraße.
Um die „sehr, sehr gute Hausgemeinschaft“ tut es Dieter Hinderks am meisten leid. Die Bewohner der Kleiststraße 1 b schätzen das freundliche Wort im Treppenhaus, die bereitwillige Hilfe im Alltag. Die nette Nachbarschaft ist bald passé, das schmerzt. Ende November hat die städtische Wohnungsbaugesellschaft SWB den Bewohnern von drei Häusern an der Kleiststraße und zweien am Amundsenweg eröffnet, dass abgerissen und neu gebaut wird.
 
Dieter Hinderks und seine Familie, die den Auszug bereits in dieser Woche hinter sich gebracht haben, sind darüber nicht mehr nur traurig. Ihr neues Zuhause an der Julius-Leber-Straße hat 30 Quadratmeter mehr als das alte und liegt noch immer im geliebten Stadtteil. „Und wir hatten sowieso schon mal überlegt umzuziehen.“ Anfangs sei man „sprachlos“ gewesen über die unerwarteten Pläne und auch „ein bisschen ärgerlich“, weil gerade erst neue Möbel angeschafft worden waren. „Dann aber konnten wir uns damit anfreunden.“
 
Die Zusammenarbeit mit der SWB war zunächst „träge“, wurde dann „sehr gut“. Die erste Wohnung, die als Ausweichquartier angeboten worden war, sei „qualitativ deutlich schlechter gewesen als die alte“, so der 33-Jährige, „die zweite aber hat uns direkt zugesagt.“ Er wisse allerdings von „Leuten, bei denen das mit der Wohnungssuche nach wie vor schwierig ist, schleppend läuft“. Er habe „manch negativen Kommentar gehört“.
 
Von Unmut in größerem Stil ist bei der SWB nichts angekommen. „Wir haben nur von einer Person Post vom Anwalt bekommen“, berichtet Sprecherin Christina Heine. „Ansonsten läuft’s gut.“ Kurz nach der Infoveranstaltung im November, bei der die 65 Mietparteien über den Abriss informiert worden waren, habe man im Quartier ein Büro für Gesprächstermine errichtet. Man spreche ja nicht nur Kündigungen aus, man kümmere sich, höre zu, stelle Ersatzwohnungen bereit, bezahle den Umzug. „Wir haben eine Kollegin, die sich ausschließlich mit diesem Umzugsmanagement befasst, andere unterstützen sie“, so die 37-Jährige.

8479 Wohnungen hat die SWB stadtweit, in allen Größen und Preiskategorien, zum Teil öffentlich gefördert. Für manchen bedeute der Umzug wahrlich eine Verbesserung; rund die Hälfte der Mieter hätten Alternativangebote aus dem eigenen Bestand rasch angenommen. Auch der Friseur, das Sportstudio und die Tagesmutter, die am Amundsenweg angesiedelt waren, seien zwischenzeitlich anderweitig untergekommen. 
Für 27 Parteien sei man noch auf der Suche. Bis Oktober müssen Lösungen her, dann fallen die Häuser. „Doch bloß keine Sorge, wir lassen keinen im Regen stehen“, verspricht Heine.
 
Der Abriss sei übrigens Ultima Ratio gewesen: „Wir haben vor Ort kein Entwicklungspotenzial mehr gesehen; die Häuser sind energetisch nicht zu sanieren.“ Bei zusätzlicher Dämmung würden die kleinen Balkone noch winziger. Zudem seien die Grundrisse ungünstig, die Küchen zum Teil sehr klein, die Bäder in einigen Fällen sogar Durchgangszimmer. Und Barrierefreiheit gebe es schon mal gar nicht.
 
Die ist für Rizeda Peterson aus dem Erdgeschoss der 3 a besonders wichtig. Ihr Mann (78) ist nach drei Schlaganfällen schwerbehindert und auf den Rollstuhl angewiesen. Dass die Türen in der neuen, von der SWB vermittelten Wohnung sehr breit sind, freut die 65-Jährige daher. Die Unterkunft am Humboldthain – die nach 18 Jahren Kleiststraße ab April das neue Zuhause sein wird – sei „viel besser“, da 14 Quadratmeter größer und mit deutlich schönerer Küche. „Ich bin wirklich zufrieden.“
 
Auf vergleichbare Glücksmomente warten unterdessen noch die 87-jährige Marianne Lannewers, die 61 Jahre in der 1 b gewohnt hat und ebenfalls von der „unvergleichlichen Hausgemeinschaft“ schwärmt, sowie Ilse Lork und ihr Mann. Sie hätten wunderbare Jahre in Haus 1 gehabt, erzählt die 74-Jährige. „Wenn ich alte Bilder angucke, denke ich oft: Wie schön war das hier.“ Heute kümmere sich kaum noch einer um den Garten, die Nachbarn wechselten schnell. Der Auszug, der Abriss – sie täten daher nicht mehr so weh.
 
Mit dem Abriss der fünf Gebäude soll im Herbst begonnen werden, schon jetzt stehen Wohnungen leer, wie unschwer von außen zu erkennen ist. Die SWB will an gleicher Stelle fünf neue Mehrfamilienhäuser errichten – mit insgesamt 101 Wohnungen. Diese sollen zwei bis fünf Räume haben, also Singles, aber auch großen Familien Platz bieten.
 
Damit die Mieten für viele Menschen bezahlbar sind, sollen rund 50 Prozent der Wohnungen öffentlich gefördert werden. Alle Einheiten sollen selbstverständlich barrierefrei zugänglich sein.
 
Der Beginn des 23-Millionen-Euro-Projekts ist für Frühjahr 2019 vorgesehen, die Fertigstellung für Sommer 2020.
An der Oberheidstraße laufen die Vorbereitungen für das zweite Großprojekt der SWB an. Das Areal aus 16 Gebäuden zwischen Frintroper Straße und Hermann-Holtmann-Straße ist eingezäunt. Bäume wurden gefällt und große Container aufgestellt. Die 76 Wohnungen stehen seit einigen Wochen leer und die rund hundert Mieter haben eine neue Bleibe gefunden. Noch sind Arbeiter damit beschäftigt, die Wohnungen zu entkernen. Regelmäßig scheppert es, dann schleudert ein Handwerker eine Türzarge vom Balkon.
 
Am Donnerstag soll der Abriss in die heiße Phase gehen und sollen die Bagger anrollen. Als erstes werden sie die Seniorenbegegnungsstätte in Angriff nehmen. Im Gegensatz zu den 14 benachbarten SWB-Wohnungen an der Frintroper Straße, die für 1,3 Millionen Euro auch durch Änderungen der Grundrisse zukunftsfähig gemacht wurden, lohne sich für die 76 Wohnungen aus den 50er und 60er Jahren eine Modernisierung nicht. Für 18,3 Millionen Euro werden dort 84 neue Wohnungen in acht Gebäuden realisiert, wobei alle Instrumente der Wohnraumförderung zum Einsatz kommen. Außerdem entstehen ein Quartierstreff und sieben Reiheneigenheime.
 
Einige hundert Meter weiter befindet sich an der Schaaphausstraße ein weiteres Großprojekt auf der Zielgeraden: das Dümpsche Karree. Hier entstehen für 8,7 Millionen Euro 25 Wohnungen und zehn Eigenheime, die bereits alle verkauft sind. Die äußere Hülle steht, Bezug ist Mitte des Jahres. Das nächste Großprojekt in Heißen ist bereits in Vorbereitung. „Das wird eine sportliche Herausforderung, die uns sieben bis acht Jahre beschäftigen wird“, freut sich Geschäftsführer Andreas Timmerkamp. Am Amundsenweg startet im Frühjahr 2019 mit dem Bau von 101 Wohnungen der erste Schritt.
Die städtische Wohnungsbaugesellschaft befindet sich weiter auf Erfolgskurs. Noch steht die Jahresbilanz 2017 nicht komplett, aber Timmerkamp rechnet mit einem besseren Ergebnis als in 2016, als die Gesellschaft mit einem Überschuss von 2,1 Millionen Euro abschloss. So hat der Aufsichtsrat noch einmal den Investitionsrahmen für die nächsten fünf Jahre erweitert. 150 Millionen Euro investiert SWB in den kommenden fünf Jahren. Davon gehen alleine in die Instandsetzung des rund 8500 Wohnungen zählenden Bestandes jährlich 10,2 Millionen Euro. Das tut Not. Mit 1917 Wohnungen sind 22,6 Prozent des Bestandes zwischen 1949 und 1962 entstanden, weitere 38,27 Prozent bis 1973. Immerhin hat die Gesellschaft ein Viertel des Bestandes seit 2002 nach den jeweiligen energetischen Anforderungen modernisiert. Aber es gibt noch immer Wohnungen mit Nachtspeicheröfen.
 
Beispiel Heißen: Im Quartier Hinnebecke/Sarnsbank und Wiescher Weg steckte SWB in den vergangenen drei Jahren 10,7 Millionen Euro in die energetische Sanierung von 216 Wohnungen in 25 Gebäuden. Rund 1000 strombetriebene Wärmespeicherheizungen wurden ausgebaut und die Wohnungen an ein zeitgemäßes Blockheizkraftwerk angeschlossen. Der CO2-Ausstoß sank von 4140 auf 180 Tonnen im Jahr. Die Betriebskosten sanken, die Mieten hob SWB, so Timmerkamp, „mit Augenmaß“ an. Ein Ausgleich ist aber nicht immer möglich.
 
139 leer stehende Wohnungen registriert SWB in seinem im November vorgelegten Nachhaltigkeitsbericht. Die Leerstandsquote ist mit 1,6 Prozent sehr zufriedenstellend. Der abnehmende Leerstand bedeutet, dass sich die Mietausfälle von 3,5 auf 1,7 Millionen halbieren. Die Fluktuation ist mit 11,3 Prozent aber immer noch hoch. Knapp 1000 Mieter kommen und gehen innerhalb eines Jahres. Diese Quote will Timmerkamp noch weiter senken. Deshalb investiert SWB knapp 18 Euro im Jahr pro Quadratmeter in den Bestand.

Die Zahlen sind imposant und der Stadtteil kann es gebrauchen. 29 Millionen Euro investiert die SWB in zwei große Bauprojekt in Dümpten. Dabei entstehen 126, überwiegend preisgebundene Wohnungen, wobei das gesamte Förderinstrumentarium ausgeschöpft wird, sowie 17 Eigenheime, die am „Dümpscheskarree“ an der Schaaphausstraße rund 140 Quadratmeter groß sind und sich preislich zwischen 280 000 und 330 000 Euro bewegen. Die Resonanz bei der Immobilienmesse im Mai war groß, erzählt SWB-Geschäftsführer Ulf Lennermann bei einer Baustellentour der SPD. Alle Eigenheime an der Schaaphausstraße sind reserviert, erste Notarverträge unterschrieben.
 
Vor Ort schreitet der Baufortschritt im rasanten Tempo voran. Erst Ende April war an der Oberheidstraße der Grundstein gelegt worden und schon wird am dritten Obergeschoss gearbeitet. Die Baufirma arbeitet mit vorgefertigten Teilen, die Wandscheiben kommen mit dem Tieflader und werden mit dem Kran an die passende Stelle gehievt. „Mit der Qualität sind wir sehr zufrieden“, sagt Lennermann. Der nötige Platz für Lagerhaltung werde so auf der Baustelle deutlich kleiner. Fertigstellung ist für das kommende Frühjahr geplant, aber vielleicht geht es ja noch schneller. Nach 15 Jahren Pause sind es die beiden ersten Neubauprojekte, die das städtische Wohnungsbauunternehmen in Angriff nimmt. Aber auch in den Bestand wird massiv investiert. Für die nächsten fünf Jahre hat der Aufsichtsrat ein Gesamtinvestitionsvolumen von 125 Millionen Euro bewilligt, so SWB-Geschäftsführer Ulf Lennermann.
 
Knapp einen Kilometer weiter, an der Frintropper Straße, entsteht noch ein größeres Projekt, Dümpten 23, das die SPD-Mitglieder auch zum Anlass nahmen, vor dem Hintergrund des im Frühjahr in Auftrag gegebenen Gutachtens zum Wohnungsbedarf nach bezahlbarem Wohnraum zu fragen.
 
Ein steigender Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum, so vermutet Co-Geschäftsführer Andreas Timmerkamp, dürfte von Facharbeitern oder Handwerkern ausgehen, die 3500 Euro brutto verdienen, Väter zweier Kinder sind, für den Förderweg A, die eine Miete von 5,25 Euro pro Quadratmeter vorsieht zu viel verdienen, für einen Bankkredit, um sich ein Eigenheim zu finanzieren, es in der Regel aber auch nicht reiche.

Für diese Zielgruppe gibt es den Förderweg B, hier liegt die Miete mit 6,10 Euro höher. Für diese Zielgruppe sind elf Wohnungen vorgesehen. Und dann gibt es noch das Instrument der mittelbaren Förderungen. Bei diesem Instrument werden normale Mieten fällig, müssen die Sozialwohnungen aber an anderer Stelle geschaffen 
werden. Schließlich entstehen hier auch zwei rollstuhlgerechte Wohnung.
 
Die breite Palette ist aus doppeltem Grund wichtig: Einerseits ist eine solche Mischung Voraussetzung, damit ein Bauprojekt dieser Größe überhaupt wirtschaftlich darstellbar wird, andererseits ist sie zentral für eine gute Quartiersentwicklung.
 
„Wir wollen nicht die Fehler der 70er Jahre wiederholen und jede Monostruktur vermeiden“, betont Lennermann. Der demografische Wandel ist für die SWB eine der zentralen Herausforderungen. Lennermann versteht darunter nicht nur das Verhältnis zwischen den Generationen – so gebe es ein Easy-Living-Paket für junge Erwachsene, das bereits über 450 Mal abgefragt worden sei – aber der SWB wolle die gesamte Vielfalt der Gesellschaft ansprechen. „Alle Projekte der integrierten Quartiersentwicklung dienen dem Ziel: Identifikation, Zufriedenheit und Heimatgefühl der Bewohner nachhaltig zu stärken“, sagt er.
 
Wirtschaftlich war es von Vorteil, dass das Grundstück bereits Eigentum der SWB. Mit dem Abriss der Häuser mit 76 Wohnungen, deren Bewohner in andere Wohnungen umziehen, soll zum Jahresende begonnen werden. Fertigstellung 2019/2020 vorgesehen. Hilfreich ist es, dass Förderinstrumente in den vergangenen Jahren erweitert wurden, denn die Baukosten seien um gut 30 Prozent gestiegen. Sorgen bereiten der Baubranche ganz generell die steigenden Anforderungen der Energieeinsparverordnung, deren Standards zu hoch sind, ohne dass es für die Umwelt tatsächlich etwas bringe.
 
An der Frintropper Straße ist die SWB schon seit einigen Jahren mit der Bestandssanierung beschäftigt. Seit 2013 wurden hier fünf Mehrfamilienhäuser kernsaniert. So entstanden dort acht Familienwohnungen im Maisonette-Stil mit eigenem Garten sowie 24 überwiegend für Senioren geeignete Wohnungen. Ende 2017 soll die Sanierung hier abgeschlossen sein. Für die Nachbarhäuser war nach einer Prüfung klar: Sanierung geht nicht, nur Neubau.
 
Klimaschutz ist für die SWB wichtig. Durch energetische Sanierungen, die seit 2001 kontinuierlich umgesetzt wurden, können nun jährlich 144 000 Tonnen C02 gespart werden, zieht Lennermann den Vergleich zu einem VW Golf, der pro Jahr 15 000 Kilometer rollt. Die eingesparte Menge entspricht dem, was 87 000 Wagen in die Luft pusten. SWB hat einen Bestand von 8479 Wohnungen, die Durchschnittsmiete beträgt 5,41 Euro. 96 Beschäftigte arbeiten dort.

FLYER EIGENHEIME

Kurz, kompakt und informativ steht Ihnen hier ein Flyer mit sämtlichen Informationen zu den Einfamilienhäusern des Neubauprojektes zum Download zur Verfügung.

Download: Flyer (6,9 MB)

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